Eigentlich ist es doch eine entgegengesetze Entwicklung: Wenn wir älter werden, muss das meiste immer schneller gehen. Schnellere Autos, schnellere Computer, schnelleres Essen, alles schön schnell. Es heißt, die Menschen hetzen immer von einem Ort zum andern. In diesem Sinne stimmt das zwar, aber im wörtlichen überhaupt nicht. Wieso rennen wir, Erwachsene, Normale, so gut wie nie? Bei Kindern ist das anders, wenn sie gerne jetzt gleich von A nach B wollen, dann rennen sie meistens dorthin. Sie sprinten morgens zum Frühstückstisch, mittags zum Spielplatz und abends laufen sie vor denjenigen davon, die sie ins Bett bringen wollen. Rennen macht ihnen Spaß und ist praktisch, weil man so sein Ziel schneller erreicht. Erwachsene wollen auch schnell an ihr Ziel, meistens schneller als Kinder das wollen. Aber sie rennen nicht, es sei denn, sie sind kurz davor ein öffentliches Verkehrsmittel zu verpassen. Warum eigentlich nicht? Macht rennen keinen Spaß mehr? Weshalb wirkt es so deplatziert, wenn Erwachsene rennen, ohne "ersichtlichen" Grund?
"Heringe kommunizieren durch Furzen" - "Beim Tyrannosaurus Rex waren die Nasennebenhöhlen größer als das Gehirn" - "Der US-Präsident hat eine eigene Postleitzahl" Das sind ja alles nette Meldungen, die NEON da so bringt. Aber stimmen sie auch wirklich? Das frage ich mich jedes Mal, wenn ich solche Meldungen lese. Hat jemand schon mal einen "Fakt" entdeckt, der nicht stimmte?
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Wusstest du, dass man sogar nach seinem Tod noch die Umwelt schützen kann, indem man sich nicht vergraben oder verbrennen, sondern lieber in Kalilauge auflösen lässt? Fluter sei dank: Ein Schotte hat erkannt, dass sogar die Bestattung von Menschen noch verbesserungsfähig ist - hinsichtlich CO²-Emissionen, Schwermetallrückständen und so weiter. Die Lösung: Mit dem "Resomator", einem großen Bottich voller Laugengemisch, lassen sich Leichen zu feiner, weißer Asche zersetzen, und das mit geringerem Energieaufwand und kaum CO²-Ausstoß. Das behauptet zumindest der Schotte Sandy Sullivan auf der Internetseite resormation.com seiner Firma. Und gewinnt damit verschiedene Ehrungen und Nachhaltigkeits-Preise. Klar, ob man seine Verwandten unbedingt in einem großen Bottich zersetzen lassen möchte, ist eine Sache. Aber kann das mit der Umweltfreundlichkeit überhaupt stimmen? Ist das - "globalchemisch" gesehen - nicht ganz großer Schwachsinn? Denn schon die Herstellung von dieser Lauge braucht doch viel Energie. Gut, vielleicht mag die Aufbereitung - oder "Weg"bereitung - der Leiche unter Hitze und Druck weniger Energie brauchen, als vergleichsweise eine Verbrennung in einem Krematorium. Aber die Leiche ist ja nicht wirklich "weg". Die organischen Überreste befinden sich dann eben in der Lauge, und diese muss wieder aufbereitet werden. Irgendwo müssen unsere menschlichen Kohlenstoffreste ja hin. Oder?
Es scheint mir eine nachvollziehbare Aussage von Herrn Freud zu sein: „Die starken Lustgefühle kann man nur empfinden, wenn sich Wünsche nach einer Zeit höchster Anspannung erfüllen, es ist der Kontrast, der sie erlebbar macht, wenn die herbeigesehnte Wunscherfüllung länger andauert tritt bald eine angenehme Routine ein, die aber nicht mehr Glück bedeutet.“ Wenn Glück also Licht ist, dann muss Unglück, Leid, Trauer Schatten sein. Und ohne Schatten wäre auch das Licht nicht hell, es gäbe keinen Kontrast zwischen hell und dunkel. Glück wäre nicht zufriedenstellend, ist darauf die Folge, es gäbe also gar kein Glück.
Das ist soweit ja ganz gut und schön, denn es scheint den Misserfolgen und Stresssituationen im Alltag einen Sinn zuzusprechen. Ganz nach dem Motto "Wenn es mir jetzt scheiße geht, freue ich mich umso mehr, wenn es mir wieder gut geht." Es ist also zum Beispiel super, dass einem Hausarbeit kaum Spaß macht, denn dann genießt man es umso mehr, einfach auf der Couch zu liegen. Aber ist das wirklich so? Ist de nicht unglaublich enttäuschend zu wissen, dass man sich vom Schatten nie trennen kann? Dass Leid sein muss? Dass man zwar glücklich sein kann, dann aber wieder traurig sein muss, damit das Glück nicht aufhört? Muss sich der Mensch quälen, um dann wieder glücklich zu sein?
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